Schon als Jugendlicher "Feuer und Flamme"

Früh übt sich, wer einmal ein richtiger Feuerwehrmann werden will...
Deshalb bietet die Feuerwehr Ellerstadt eine eigene Jugendgruppe, in der Mädchen und Jungen ab ihrem 10. Lebensjahr auf dem Weg in den aktiven Feuerwehrdienst begleitet und angeleitet werden.

Die Ellerstadter Jugendfeuerwehr wurde im Jahr 1990 als erste der Verbandsgemeinde Wachenheim ins Leben gerufen. Sie zählt momentan 1 Mädchen und 10 Jungen.

Deutschlandweit sind mehr als 250 000 Floriansjünger in über 16 000 Jugendfeuerwehren organisiert und damit eine der größten deutschen Jugendorganisationen.

Diese Jugendeinrichtung steht allen an der Feuerwehr interessierten Mädchen und Jungen offen. Ihnen wird während den wöchentlichen theoretischen und praktischen Übungen das Fachwissen vermittelt, das beim Übergang ab 16 Jahren in den aktiven Feuerwehrdienst den Einstieg erleichtert.

Doch neben all dem soll natürlich auch der Spaß und die Freizeitgestaltung nicht zu kurz kommen. So findet man die ganze Gruppe im Sommer bei der obligatorischen Wasserschlacht genauso wie beim Eisessen, auf Grillpartys oder etwa im Schwimmbad. Auch verschiedene Ausflüge wie beispielsweise ins Kletterzentrum sorgen immer wieder für jede Menge Heiterkeit und Abwechslung.

Das traditionelle Zeltlager mit anderen Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis ist immer wieder ein Erlebnis für die Jugendlichen und stärkt das Gruppengefühl. Lagerromantik wird hier kombiniert mit einem leistungsorientierten Wettkampf, bei dem die kameradschaftliche Zusammenarbeit im Vordergrund steht. Denn dabei erhält nicht nur jeder Einzelne die Möglichkeit, das Leistungsabzeichen der Deutschen Jugendfeuerwehr zu erwerben.

Auch die gesamte Gruppe kann den begehrten Wanderpokal gewinnen, wie es der Jugendfeuerwehr Ellerstadt im Jahr 2003 gelang.

Die Teenager können sich außerdem einen Ausbildungsnachweis in Form der dreistufigen ?Jugendflamme? verdienen. Hierbei werden die jungen Feuerwehrler nicht nur auf feuerwehrtechnischem Gebiet gefordert, sondern sie müssen auch ihr sportliches, kulturelles, musikalisches oder soziales Engagement unter Beweis stellen.

Auch sonst bietet die Jugendfeuerwehr eine gute Möglichkeit, kollegiales Verhalten in der Gruppe zu lernen. Bei den Übungen ist immer die Leistung der ganzen Gruppe gefragt. Denn wie auch später bei den richtigen Einsätzen der aktiven Wehr steht nie die einzelne Person im Vordergrund. Jeder hat zwar seine spezielle Aufgabe, unterstützt damit aber gleichzeitig alle anderen der Gruppe. Und genau dies macht das Besondere an der Feuerwehr aus: Jeder muss sich auf seinen Kameraden verlassen können - auch in schwierigen Situationen.